2014

Moers - Feuer in Lagerhallen

Nach dem verheerenden Brand in 3 Lagerhallen in Moers ermittelt die Polizei nun offenbar gezielt wegen Brandstiftung.

"Es gibt Indizien, die für eine Brandstiftung sprechen", sagt der Inhaber. Er dürfe sie aber nicht nennen, da die Ermittlungen der Kriminalpolizei noch nicht abgeschlossen seien.

Die Moerser Feuerwehr hatte gegenüber der Polizei zunächst die Vermutung geäußert, dass Europaletten im Innenhof gebrannt hätten und die Flammen von dort aus auf die Lagerhallen übergegriffen haben. Nun sollen Spürhunde der Kriminalpolizei eingesetzt werden, die nach Brandbeschleunigern suchen.

Der Inhaber steht jetzt nicht nur vor einem riesigen Trümmerhaufen, sondern auch seine Existenz, wie er sagt, sei bedroht, sei sie doch mit den Lagerhallen eng verknüpft gewesen. Die Lagerhallen hatte er vermietet, um Schulden aus einer früheren Insolvenz abzubezahlen. Bis zu dem Brand in der vergangenen Woche. "Der Brand hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen", sagt er. Seine Hoffnung ist jetzt, dass die Versicherung für die zerstörten Hallen aufkommt. Ob sich seine Hoffnungen aber erfüllen werden, ist noch nicht abzusehen. Experten der Versicherung werden sich ebenfalls noch ein Schadensbild machen.

Die Moerser Feuerwehr sprach in der vergangenen Woche von einem geschätzten Sachschaden in Millionenhöhe. Die Aufräumarbeiten werden noch einige Tage in Anspruch nehmen.

 

Quelle: Rheinische Post

2 Tote und mehrere Verletzte bei Brand in Rottweil

Bei einem Brand im baden-württembergischen Rottweil sind in der Nacht zum Sonntag zwei Jugendliche ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, brach das Feuer gegen 3.40 Uhr in einem Einfamilienhaus aus. Die beiden Jungen im Alter von 15 und 16 Jahren konnten nicht mehr gerettet werden. Weitere Menschen wurden durch den Brand verletzt. Nach ersten Erkenntnissen waren zum Zeitpunkt des Unglücks 7 Menschen (eine fünfköpfige Familie und 2 jugendliche Besucher) im Haus. Bei dem 15 Jahre alten Todesopfer soll es sich um einen Sohn der Familie handeln, der 16-Jährige sei ein Freund, teilte die Polizei mit. Das Feuer war den ersten Ermittlungen zufolge im zweiten Obergeschoss im Bereich der Küche ausgebrochen und hatte diese Etage voll in Brand gesetzt. Die Flammen griffen aber nicht auf darunterliegende Räume über, wie die Polizei mitteilte. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Rauchgasvergiftung durch brennenden Elektroherd

Ein Rauchmelder hat bei einem nächtlichen Brand in einem Haus Schlimmeres verhindert. Wegen eines Küchenbrandes in einer Wohnung im Erdgeschoss, der von einem Elektroherd ausging, war in der Nacht zu gestern (1. März 2014) das Treppenhaus komplett verraucht. Durch das Auslösen eines Rauchmelders wurde ein Bewohner des Hauses auf den Brand aufmerksam und weckte alle Nachbarn auf, die sich rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

Den Küchenbrand konnte der Wohnungsinhaber alleine löschen noch bevor die Feuerwehr eintraf. Er erlitt ebenso eine Rauchgasvergiftung, wie der Nachbar, der durch den Rauchmelder auf das Feuer aufmerksam geworden war. Beide kamen erst einmal ins Krankenhaus.

Quelle: lokalkompass.de (Herne)

Auto in Tiefgarage fängt Feuer

45 Kinder und Erwachsene mussten am Dienstagnachmittag bei einem Feuer in Willich in Sicherheit gebracht werden. In der Tiefgarage eines Hauses stand kurz nach 14 Uhr ein Auto in Flammen. Wegen der starken Rauchentwicklung beeilten sich Feuerwehr und Polizei, die Bewohner der anliegenden Häuser und die Kinder aus einem Spieleparadies zu evakuieren.

Der gesamte Bereich wurde weitläufig abgesperrt. Parallel dazu bekämpften Feuerwehrleute unter Atemschutz den Brand in der Tiefgarage. Warum das Auto Feuer gefangen hatte, ist unklar, die Kriminalpolizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen. Kurz nach 16 Uhr war der Einsatz beendet. Alle fünf Löschzüge der Stadt Willich waren alarmiert worden.

Quelle: WZ „newsline“

Nach Brand – Feuerwehr klärt über Rauchmelder auf

"Wenn im Haus ein Rauchmelder gewesen wäre, hätte es wahrscheinlich nur einen Zimmerbrand gegeben", sagte die Feuerwehr. Kurz vor Weihnachten, am 19. Dezember, war in Unterstadion (Baden-Württemberg) ein Wohnhausbrand entstanden, der eine große Löschaktion mit insgesamt 76 Einsatzkräften erforderte und eine 68-Jährige und ihren 70 Jahre alten Mann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus brachte. Der Hausherr hatte seine Frau zuvor mit einer Leiter über den Balkon auf der Rückseite des Hauses retten können.

Doch der Schreck sitzt noch tief. "Das war seit etwa zehn Jahren der größte Brand im Ort." Sagte der Leiter der Feuerwehr. Nach dem Wohnhausbrand seien viele besorgte Einwohner auf die Wehrleute zugekommen und hätten nach Rauchmeldern gefragt. "Was kann ich kaufen? Was brauche ich?", seien die häufigsten Fragen. Das wichtigste Gerät sei das, welches im Schlafzimmer montiert werden muss "denn wenn der Mensch schläft, kann er nicht riechen und wacht bei einem Brand nicht auf." Außerdem ist ebenfalls mindestens ein Rauchmelder für Fluchtwege wie Treppenhäuser Pflicht.

Weil manche verunsichert sind, ob sie einfach einen billigen Rauchmelder vom Baumarkt aufhängen können, um ihrer Pflicht Genüge zu tun, überlegt die Feuerwehr, zum angepeilten Termin am 18. oder 24. März (Rauchwarnmelderpflicht in Baden-Württemberg) auch gleich entsprechend geprüfte Geräte mit den nötigen Siegeln an die Bevölkerung zu verkaufen.

Ein Rauchmelder funktioniert mittels optischer Sensoren. Für welchen Haushalt auch noch ein zusätzlicher Sensor für Kohlenmonoxid Sinn macht und was im Brandfall rechtlich passiert, wenn kein Rauchmelder installiert war, darüber will die Feuerwehr informieren, und auch alle Fragen zu Batterientausch, Austausch, Standortwahl, Montage und Wartung beantworten.

Jährlich sterben 400 Menschen in Deutschland bei Bränden, die Mehrzahl in Privathaushalten, wie das Land Baden-Württemberg informiert. 95 Prozent fallen nicht den Flammen zum Opfer, sondern einer Rauchvergiftung. Der Landtag beschloss deshalb 2013 eine Rauchwarnmelderpflicht. Die Warngeräte müssen in Neubauten installiert werden. Eigentümer bestehender Gebäude müssen diese bis zum 31. Dezember 2014 ausstatten. In Mietwohnungen liegt die Verantwortung in der Regel beim Mieter als faktischem Wohnungsbesitzer, sich um die Warnmelder zu kümmern.

Quelle: Südewest Presse vom 25.02.2014